Ines Benesch

studiert berufliches Lehramt in der beruflichen Fachrichtung Sozialpädagogik und im Zweitfach Sozialkunde; im März 2016 absolvierte sie ihr fachdidaktisches Blockpraktikum an der Beruflichen Oberschule Wasserburg am Inn

Folgende allgemeine Informationen zu Praktika im schulischen Bereich während eines Lehramtsstudiums hat sie auf Bitte des Schulleiters verfasst.

Studierende mit dem Berufsziel Lehramt absolvieren im Laufe ihres Studiums verschiedene Praktika im schulischen sowie in einem außerschulischen Bereich. Diese sollen zu verschiedenen Zeitpunkten während des Studiums abgeleistet werden, und ermöglichen es, die in der Universität erworbenen Kompetenzen in der schulischen Praxis umzusetzen.

Die bayerische Lehramtsprüfungsordnung I (LPO I) fordert meist vier gängige Praktika im schulischen Bereich für die Lehrämter an Grund-, Haupt, und Realschulen sowie Gymnasien ein.

Eines dieser Praktika nennt sich Orientierungspraktikum. Es wird empfohlen, dieses schon vor Studienbeginn zu absolvieren, damit die zukünftigen Lehramtsstudenten die Schule aus der Sicht einer Lehrkraft nachempfinden können.

Das Betriebspraktikum soll sicherstellen, dass die zukünftigen Lehrkräfte auch Erfahrungen in der Berufswelt außerhalb der Schule sammeln können.

Das pädagogisch-didaktische Praktikum umfasst 150-160 Unterrichtsstunden, in denen Studenten sich schon einmal in der Vorbereitung und Durchführung von Unterrichtsversuchen üben können.

Das fachdidaktische Praktikum im zweiten Unterrichtsfach sollte einmal in der Woche während des Semesters stattfinden.

Diese Praktika gelten als Zulassungsvoraussetzung zum Ersten Staatsexamen.

Abweichungen in den Regelungen der Praktika gibt es abhängig von der Lehramtsart. Insbesondere gestalten sich die Praktika für das Lehramt an beruflichen Schulen etwas anders. Nach § 38 Abs. 2 der Lehramtsprüfungsordnung hat jeder Student für das Lehramt an beruflichen Schulen folgende Praktika im schulischen Bereich zu erfüllen: Wie in den oben genannten sonstigen Lehramtsstudiengängen wird ein Orientierungspraktikum verlangt, des Weiteren ist ein mindestens einjähriges einschlägiges berufliches Praktikum oder eine abgeschlossene einschlägige Berufsausbildung nachzuweisen.

Dazu wird ein schulpädagogisches Blockpraktikum, ein fachdidaktisches Blockpraktikum im Zweitfach sowie ein studienbegleitendes fachdidaktisches Praktikum in der beruflichen Fachrichtung verlangt. Die Praktika sollen Einblicke in den Lehrerberuf ermöglichen und die Lehramtsstudenten möglichst viel Praxiserfahrung bieten. Dadurch soll der Student frühzeitig Einsicht darüber gewinnen, ob der Lehrberuf für ihn geeignet ist.

Organisation der Praktiktika für die Lehrämter an öffentlichen Schulen im Rahmen der Lehramtsprüfungsordnung I

Seite "Der Weg zum Traumberuf" auf der Website des KM

KMBek Richtlinien für das Berufspraktikum im Rahmen der Ausbildung für das Lehramt an beruflichen Schulen vom 1. Dezember 2010