Wo ist das Problem? – Die Portfolioarbeit

„Für Englisch kann man eh‘ nichts lernen!“??? – EINSPRUCH!!!

Den hier zitierten Satz kann man immer wieder hören. Er ist oftmals Ausdruck der Frustration von SchülerInnen, die aus ihrer Sicht in ihrer Schullaufbahn die Erfahrung gemacht haben, dass sich Arbeitsaufwand für das Fach Englisch nicht umgehend und offensichtlich ausgezahlt hat. Leider erkennen SchülerInnen (bzw. mit Ihnen oftmals auch die Eltern, die gerne helfen möchten) nicht, wo eigentlich konkret das Problem bzw. die Schwächen liegen, an denen man dann gezielt – aber eben wie? – arbeiten kann.

Aus dieser Situation heraus wurde in der Fachschaft Englisch an der Beruflichen Oberschule Wasserburg ein Konzept zur vermehrt individuellen Förderung der SchülerInnen entwickelt. Dieses Konzept enthält neben einigen anderen Bausteinen (Siehe Menüpunkt „Was gibt es als Extras?“) vor allem die Einführung von der Arbeit mit einem Portfolio.

Für eine ausführlichere Beschreibung Siehe auch

Artikel zum Thema Portfolioarbeit im Jahresbericht 2014

Artikel zum Thema Portfolioarbeit im Jahresbericht 2015

In letztgenanntem Artikel finden Sie auch Ergebnisse einer Evaluation zur Portfolioarbeit, die deren Sinnhaftigkeit bestätigt.

 

Portfolio – Was ist denn das? Wie geht denn das?

Den Begriff „Portfolio“ gibt es in verschiedenen Bereichen. Im Wirtschaftsbereich bezeichnet er z. B. den Wertpapierbestand eines Bankkunden; im künstlerischen Bereich eine Sammlung von Arbeiten, die bei Vorstellungsgesprächen o.ä. verwendet werden kann. In beiden Fällen ist ein Portfolio aber eine Sammlung von dem was man hat bzw. was man kann.

Genau das ist der Grundgedanke beim Englischportfolio an unserer Schule.

Ziel ist es, dass SchülerInnen besser ihre eigenen Leistungsstand, insbesondere ihre Defizite im Fach Englisch vor Augen haben, dann auch gezielt daran arbeiten können und sichtlich aus Fehlern lernen sowie mit der Lehrkraft in individuellen Beratungsgesprächen rasch auf den „wunden“ Punkt und notwendige Maßnahmen zu sprechen kommen können. Insbesondere sollte das Portfolio auch bei Lehrerwechsel (z. B. neues Schuljahr, Krankheitsfall o.ä.) fortgeführt werden, damit dann auch die neue Englischlehrkraft gezielt mit Ihnen weiterarbeiten kann.

Man kann nämlich durchaus was für Englisch lernen und darf nicht frustriert aufgeben. Die Auswirkungen wird man ggf. erst langfristig, aber sicher letztlich (spätestens in der Abschlussprüfung) deutlich sehen.

 

 

ANLEITUNG und DOWNLOAD: Jede/r SchülerIn soll über das, was er/sie kann bzw. an Fähigkeiten/Kenntnissen hat, eine strukturierte Mappe führen. Dazu wird ein Heftstreifen benutzt, der so verwendet wird, dass er nach hinten – nach dem letzteingeordneten Blatt – geöffnet werden kann.

Zuoberst liegt ein tabellarisches Verzeichnis, in dem die erbrachten und mit Feedback bedachten bzw. bewerteten oder besprochenen Leistungen inkl. Verbesserungshinweise oder Vereinbarungen für daraus folgendes notwendiges Handeln (z. B. Was soll bis wann wiederholt werden?) stichpunktartig eingetragen werden. Die Ergebnisse der tatsächlich benoteten Leistungen, vielmehr das bei Herausgabe gegebene Feedback, sollen zwar auch verzeichnet sein, aber das Portfolio geht über eine Notenliste, die i. d. R. jede/r SchülerIn ohnehin führt, weit hinaus:

Eingetragen werden auch Ergebnisse / Feedbacks bzgl. Hausaufgaben oder Übungsarbeiten in der Schule, bzgl. Übungsgruppendiskussionen, beobachteten Schwächen / Stärken in der Mitarbeit im Unterricht usw. Verzeichnet werden eben vor allem auch dann die Begründungen für bzw., noch wichtiger, die Konsequenzen bei einer enttäuschenden Leistung oder Feedback.

Damit die SchülerInnen auch ihr Leistungsniveau allgemein regelmäßig reflektieren werden nach dem obengenannten Tabellenblatt die Selbsteinschätzungblätter („Wo stehe ich?...“)  bezüglich des Sprachniveaus eingeheftet und von dem/r SchülerIn regelmäßig ausgefüllt.

Nachfolgend werden dann zeitlich geordnet die von der Lehrkraft mit Feedback bedachten Übungen, Aufsätze usw. eingeordnet inklusive je einer verbesserten Version.

So müsste es (im unausgefüllten Zustand) also aussehen:

Sie haben alles richtig gemacht, wenn

1.       man den Heftstreifen zum Einordnen in einen größeren Ordner verwenden kann

          (Sie sollen es jederzeit dabei haben);

2.       die Tabelle automatisch immer oben liegt und dahinter die bisherigen Arbeiten

          durchgeblättert werden können;

3.       die verbesserten Versionen Ihrer schriftlichen Arbeiten je direkt nach der korrigierten

          Originalversion zu finden sind;

4.       Sie es für alle Schuljahre, die Sie bei uns verbringen, kontinuierlich weiternutzen;

5.       Sie bzw. Ihre Eltern es bei jedem Beratungsgespräch (z. B. Sprechstunde, Elternabend,

          Rückgabe und Besprechung von Leistungsnachweisen) dabei haben.

 

Hier die notwendigen Dateien zum Download:

Tabellarisches Verzeichnis (Deckblatt)

Selbsteinschätzungsblätter („Wo stehe ich?...“)